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Pressemitteilung des VCD (AK Flugverkehr)

01.04.2026

Absenkung der Luftverkehrsteuer ist Weg in die falsche Richtung

Die Bundesregierung plant eine Absenkung der Luftverkehrsteuer; der VCD – Verkehrsclub Deutschland kritisiert dieses Vorhaben scharf

Soll ausgerechnet der klimaschädlichste Verkehrsträger noch weiter steuerlich entlastet werden?„, fragt Alfred Schreiber vom bundesweiten VCD-Arbeitskreis Flugverkehr. Kerosin wird nach wie vor immer noch nicht besteuert und auf Auslandstickets wird keine Mehrwertsteuer erhoben, darauf weist der VCD hin. Dies führt zu umweltschädlichen Subventionen für den Flugverkehr von über 14 Milliarden Euro jährlich allein in Deutschland, lediglich leicht abgeschwächt durch die Luftverkehrsteuer, die etwa zwei Milliarden Euro jährlich an Steuereinnahmen bringt.

Der Flugverkehr hat damit erhebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber der umweltverträglicheren Schiene. Wer beispielsweise mit dem Zug nach Paris fährt, zahlt „das volle Programm an Steuern„, beim Flugzeug hingegen lediglich die Luftverkehrsteuer. Die Luftverkehrsbranche argumentiert unter anderem damit, dass das Vor-Corona-Niveau in Deutschland noch nicht wieder vollständig erreicht sei, die innerdeutschen Flüge hätten sich praktisch halbiert … 

Aber dies ist doch im Grunde genommen ein Vorteil?„, so der VCD, „Flüge von München nach Stuttgart oder von Frankfurt nach Hannover machen doch überhaupt keinen Sinn!“ Damit werden bisherige Erfolge – innerdeutsche Flüge verstärkt auf die umweltverträglichere Schiene zu verlagern – wieder zunichte gemacht! Neue super schnelle ICE-Sprinter, verstärkt Videokonferenzen und auch ein gestiegenes Umweltbewusstsein haben zu einem Rückgang der innerdeutschen Flüge geführt.

Bei einer Absenkung der Luftverkehrsteuer würden überdies etwa 350 Mio. Euro jährlich im Staatshaushalt fehlen. „Und ob diese Steuersenkung auch wirklich voll an die Verbraucher weitergegeben wird, ist wohl eher fraglich ...“, ergänzt Schreiber. Der VCD fordert daher einen Verzicht auf die vorgesehene Absenkung der Luftverkehrsteuer. Völlig unverständlich sei nach Aussage des VCD auch die Tatsache, dass für extrem weite und besonders klimaschädliche Langstreckenflüge – beispielsweise nach Australien – keine höhere Luftverkehrsteuer erhoben wird als z.B. nach USA, obwohl doppelt so weit. Hier sollte bei der Luftverkehrsteuer nach Ansicht des VCD unbedingt eine neue zusätzliche Differenzklasse 4 für extrem weite Langstrecken eingeführt werden.

Hintergrund-Information:

Umweltbundesamt: Umweltschädliche Subventionen
https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/479/publikationen/uba_fachbroschuere_umweltschaedliche-subventionen_bf.pdf

Pressemitteilung ein ED-Live vom 1. April 2026